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Der byzantinische Kaiser Konstantin VII Porfirogen erwähnt Lastovo zum ersten Mal schon in der Mitte des 10. Jahrhundert, allerdings verbindet man die ersten wichtigen Erwähnungen mit den Ereignissen im Jahre 1000. Wie Ivan Ðakon (Johannes Diaconus) in seinem Werk "Chronikum Venetum" beschrieben hat, hat der venezianische Doge Pietro Orseolo II die Festung und die Stadt auf Lastovo zerstört, als Vergeltung für Räuberzüge auf venezianische Händler. Damit sollte er den freien Übergang in Mediterran beschützen. So geriet Lastovo in der nächsten zweianhalb Jahrhunderten in Vergessenheit. Die Einwohner widmeten sich der Landwirtschaft und Viehzucht und vernachlässigten die Meertradition.

In der Mitte des 13. Jahrhundert (1252-1254) schloss sich Lastovo freiwillig der Republik Dubrovnik an, nachdem diese versprochen hatte, dass die Einwohner die altertümlichen Bräuche behalten dürfen. Das Leben auf Lastovo hat nur auf Bräuchen beruht, im Jahre 1310 sind noch die schriftlichen Regelungen dazu gekommen. Alles war in einem Statut niedergeschrieben, das Statut hat alle Eigenschaften eines Gesetzes gehabt. Diese wurden zu Gemeindevorschriften, nachdem sie von Bürgerversammlung verabschieden worden sind und dazu von Fürsten von Dubrovnik Bartul Gradenigo bestätigt worden sind.

Die Versammlung (Volksrat) war die höchste Gesetzgebung auf der Insel. Sie bestand aus 20 Ratsmitgliedern mit lebenslänglichem Mandat. Die Vollziehungsgewalt hatte der Unterfürst mit drei Richtern, die vom Volk ausgewählt wurden. Die öffentlichen Beamten waren Notare (Priester), Kämmerer ("kamerlengi"), Wachmänner, Boten ("placari"), Abgeornete, Wachmänner der Weingärten ("pudari"), Abgesandten, Schätzer, Helfer, ...

Am 28. Februar 1358 war Dubrovnik kein venezianischer Schutzstaat mehr. Der König Ludvik der I. hat der Republik Dubrovnik das Alleineigentum über Lastovo gegeben. Auch unter neuen Umständen verlief die Autonomie der Insel ungestört. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhundert mischte sich Dubrovnik in die Autonomie der Insel ein. Die Versammlung hat die Gesetzgebung verloren. Die übernahm im Jahre 1486 Republiktag und die alten Vorschriften wurden nicht vollständig ausgeübt.

Die offensichtliche Begrenzung der Autonomie und die neuen Lasten für die Bevölkerung von der Republik von Dubrovnik (die Erhöhung des Gehalts des Fürsten, der Überwachung und der Bau des Gefängnisses) führte im Jahre 1602 zum kurzen Aufstand, der sehr blutig endete. Im nächsten Jahr wurde die Insel von Venedig besetzt, allerdings auf die Einladung der Rebellen. Im Jahre 1606 wurde Lastovo Dubrovnik zurückgegeben. Der nächste Aufstandsversuch hat im Jahre 1652 stattgefunden. Der Gemeinde Lastovo wurde die Aufgabe gestellt 200 Goldstücke zu bezahlen, die sie für die Klage gegen Venedig für die Souveränität über Sušec gebraucht hat. Lastovo, mit mehr als 1000 Einwohnern, stellte sich für Venedig wieder frei, doch Venedig hat das Angebot abgelehnt. Und deswegen kam es eigentlich nicht zum richtigen Aufstand. Mit Aufständen hat Lastovo nie was profitiert, im Gegenteil, die verloren die Autonomie, wurden zum Teil der Republik von Dubrovnik und damit auch Subjekt ihrer Vorschriften.

Mit türkischen Vorankommen am Meer war die Insel mit ihrem Vermögen und Fischerflotte begehrt von Plünderer, vor allem aus dem Gebiet um Ulcinj. Die Plünderungen wurden immer öfter in der Zeit der 1. und 2. heiligen Liga und während der Kriege für Kreta (Kandier Krieg 1645-1669). In dieser Zeit mussten die Einwohner der Insel die Bewachung ausführen. Diese wurde in der 30 Jahren des 18 Jahrhundert abgeschafft, als auch die Plünderungen ihr Ende gefunden haben. Die Plünderer von Ulcinj wurden zu Seehändler.

Am Vorabend von 27. Mai 1806 kamen die Truppen von Napoleon nach Dubrovnik und übernahmen langsam die Macht über die Republik, die zwei Jahre später, am 31 Januar 1808, aufgelöst wurde. Die Franzosen haben auf der Insel die Festung auf dem Berg "Glavica" aufgebaut. Die Inselbewohner haben die in die Nationale Bewachung organisiert, die sie vor der englischen Truppen schützen sollte. Die haben ihnen nämlich die Schiffe beschlagnahmt. Die Engländer haben die Insel am 13. Januar 1813 erobert, als sie die von der Insel Vis angegriffen haben. Sie hatten die Insel bis 16. Juli 1815, als sie die Insel mit Vorschriften des Wiener Kongresses Österreich überlassen haben.

Ab 1818 hatte Lastovo den Status des Landkreise im Rahmen der Stadtkreis Dubrovnik und ein eigenes Gericht. Das Gericht war von dem Gericht Korèula unabhängig und endete mit der Arbeit im Jahre 1829, als es unter die Verwaltung der Insel Korèula kam. Lastovo leitete "sindak" (Bürgermeister). An der Spitze der Verwaltung waren die heimischen Landsbesitzer, Sekretäre waren meistens Ortsfremde. In den 40 Jahren des 19. Jahrhunderts musste die Stadtverwaltung wegen der Mängel der Einkommen die besten Wälder den Privatleuten verkaufen. Der Landestag der Insel Korèula hat die Verwaltung aufgelöst und im Jahre 1905 für den Gemeindeverwalter Dr. Antun Šantæ – Æihoratiè gestellt. Auf den Lokalwahlen im nächsten Jahr wurde für den Bezirksvorsteher Janko Lucianoviæ gewählt, der seinem Amt bis 1918, der Fall des Österreich, treu blieb.

Die italienische Besatzung der Insel am 11. November 1918 war die Folge des Londoner Vertrages, das 1915 zwischen Italien und dem Dreiverband unterschrieben wurde. Nach dem Rapaler Vertrag von 12. November 1920 war die Insel unter italienischer Besatzung und unter Landkreis Zadar. Für die italienische Besatzung war bekannt, dass sie die Identität, Wachstum der Bevölkerung, beschleunigten Bau und die Verbesserung des Lebensstandards unterdrückt haben. Die italienische Besatzung über die Insel Lastovo endete am 8. September 1943, als Italien kapituliert hat.

 

Antun Jurica, "Lastovo kroz stoljeæa"

 
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